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Training des parasympathischen Nervensystems Teil 1 – Kohärentes Atmen

eine Patientin von mir war einfach immer nur müde. Körperlich war – so die Aussage von den unterschiedlichsten Ärzten – alles in Ordnung, die Seele leide. Erholende Entspannung war ihr nicht mehr möglich. Sehr verzweifelt kam sie in meine Sprechstunde. Wie habe ich sie unterstützt?
Als erstes erklärte ich ihr die Funktion des autonomen Nervensystems. In unserer Gesellschaft leben wir in der Regel sehr aktiv. Das bedeutet, dass das sympathische Nervensystem dauerhaft aktiviert wird, das parasympathische (Entspannung) jedoch kommt zu wenig zum Zuge. Das Nervensystem ist wie ein Muskel, wird es nicht gebraucht, funktioniert es immer schlechter. Wir kennen alle Menschen, die nicht mehr entspannen können. In der Regel deshalb, weil der Teil des Nervensystems, der für Entspannung zuständig ist, völlig aus der Übung ist und nicht mehr richtig funktioniert.

Eine sehr wirksame Übung dies rückgängig zu machen, ist eine einfache Atemübung. Sie sollte jedoch über einen längeren Zeitraum am besten 15 bis 30 Minuten täglich durchgeführt werden.

Kohärentes Atmen
1. Einatmung und Ausatmung geschehen im gleichen Rhythmus ohne Pausen immer durch die Nase. Zu Beginn auf eine Uhr mit                       Sekundenzeiger sehen oder ein Metronom (kann als App heruntergeladen werden) benutzen.
2. Drei bis sechs Atemzüge pro Minute (5-10 sec. für die Einatmung und 5-10 sec für die Ausatmung), mit der Zeit auf 3 Atemzüge pro
Minute reduzieren
3. Zwerchfellbewegung von 4-5 cm. Das bedeutet, dass die Atmung von mittlerer Tiefe ist
4. Die Ausatmung von alleine geschehen lassen
5. Gefühl der Dankbarkeit entstehen lassen

Atemtiefe
Wenig Tiefe, dann übernehmen die Atemmuskeln die Atemarbeit und nicht das Zwerchfell. Dies ist eigentlich eine Stressreaktion. Folgen von sehr flachem Atmen sind Verspannungen im Kopf- und Nackenbereich bis hin zu Kopfweh und Migräne.
Viel Tiefe verhindert das Üben unter entspannten Bedingungen

Entspannte Ausatmung
Der Vorgang der Ausatmung besteht grundsätzlich in muskulärer Entspannung ohne Druck. „Es“ atmet sich vollständig autonom und ohne Unterstützung von Muskeln also ganz aus der Entspannung heraus aus. Dies ist wichtig, denn genau in dieser Ausatmungsphase wird der Parasympathikus trainiert, so dass er seiner Aufgabe Anspannungen entgegen zu wirken wieder gerecht werden kann.

Was bewirkt kohärentes Atmen?
• Der Organismus wird in kohärente Schwingungen versetzt
=> Organismus kann wachsen (physisch – abgestorbene Zellen werden zuverlässiger ersetzt, psychisch – Ängste werden reduziert) und
erfüllt seine Aufgaben besser
• Kohärente Schwingungen sind starke Helfer bei allen Heilungsprozessen
• Die Amygdala (Gehirnteil im limbischen System – Messinstrument des Gehirns für Gefahr) wird neu eingestellt.
• Inkohärentes Atmen verbraucht viel Energie
• Der Organismus lernt besser mit Veränderungen umzugehen
• Durch das Training verjüngt sich das Nervensystem und das Jugendhormon DHEA wird bei 30 Min. Training tgl. um 100% gesteigert
• Wir nehmen positiv Einfluss auf die Tätigkeit des Herzens
• Langsames Atmen heilt chronifizierten Stress
• Langsames Atmen reguliert das autonome Nervensystem zur Ausgeglichenheit
=> Verkehrte Atmung (zu wenig Zwerchfellbewegung) macht, dass sich Nacken und Schultern verspannen, die Folgen sind                                       Kopfschmerzen oder Migräne

Nach einigen Wochen konnte sich meine Patientin wieder sehr gut entspannen und dadurch neue Kräfte für ihr Leben generieren.
Diesen Tipp fand ich im Buch „Kohärentes Atmen“ von Wilfried Ehrmann. Demnächst werde ich noch weitere Tipps veröffentlichen.

Von | 2018-02-09T13:28:18+00:00 Februar 9th, 2018|Ängste, Autonomes Nervensystem, Stress, Tipps und Tricks|0 Kommentare